Eine eigene Sauna im Garten ist für viele der perfekte Rückzugsort. Kein Anfahrtsweg, keine Öffnungszeiten – einfach raus in den Garten und entspannen. Damit das auch langfristig Freude macht, solltest du vor dem Kauf aber ein paar wichtige Punkte durchdenken.
Denn bei einer Gartensauna geht es nicht nur darum, welches Modell dir am besten gefällt. Wo soll sie stehen? Wie viel Platz hast du? Welches Holz passt zu dir? Und welchen Saunaofen möchtest du nutzen?

1. Wo soll die Sauna stehen?
Bevor du dich für ein Modell entscheidest, solltest du dir deinen Garten genau ansehen. Der Untergrund sollte stabil und möglichst eben sein. Außerdem sollte der Standort gut erreichbar sein – schließlich möchtest du auch im Winter bequem von deinem Haus zur Sauna gelangen.
Auch die Umgebung solltest du berücksichtigen. Steht die Sauna direkt neben einer Hecke, unter Bäumen oder an der Grundstücksgrenze? Äste, herabfallendes Laub oder dauerhafte Feuchtigkeit können später zusätzlichen Pflegeaufwand verursachen.
Und natürlich spielt die Privatsphäre eine Rolle. Ein Sichtschutz, eine Hecke oder geschickt platzierte Pflanzen können den Saunabereich deutlich angenehmer machen.
Und was ist mit dem Nachbargrundstück?
Hier solltest du lieber einmal mehr nachfragen als später Probleme zu bekommen. Welche Abstände eingehalten werden müssen, kann je nach Bundesland, Gemeinde und Grundstück unterschiedlich geregelt sein.
Auch ein Bebauungsplan kann zusätzliche Vorgaben enthalten. Informiere dich deshalb vor dem Kauf beim zuständigen Bauamt, wenn du unsicher bist.
Bei einer Sauna mit Holzofen solltest du außerdem frühzeitig mit dem zuständigen Schornsteinfeger sprechen. So kannst du bereits bei der Planung klären, welche Voraussetzungen an deinem Standort gelten.
2. Wie viel Platz brauchst du?
Bei der Größe kommt es nicht nur darauf an, wie viele Personen gleichzeitig saunieren sollen.
Überlege auch, ob du einen Vorraum möchtest, wie viel Platz für die Liegeflächen benötigt wird und wie viel Fläche rund um die Sauna im Garten zur Verfügung steht.
Für zwei Personen kann eine kompakte Sauna vollkommen ausreichen. Wenn regelmäßig Familie oder Freunde mit dabei sind, lohnt sich dagegen ein größeres Modell.
Tipp: Miss den geplanten Bereich vorher aus und klebe die Außenmaße beispielsweise mit Kreppband auf dem Boden ab. So bekommst du schnell ein Gefühl dafür, wie viel Platz die Sauna tatsächlich einnimmt.
3. Welches Holz passt zu dir?
Eine Gartensauna steht das ganze Jahr über draußen. Deshalb lohnt es sich, bei der Holzauswahl genauer hinzusehen.
Fichte ist eine klassische Variante und bietet ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Thermoholz, beispielsweise Thermo-Kiefer, wird durch eine spezielle Wärmebehandlung formstabiler und nimmt weniger Feuchtigkeit auf.
Welche Variante besser passt, hängt von deinen persönlichen Ansprüchen und deinem Budget ab.
Wichtig ist außerdem, die Außenflächen regelmäßig zu pflegen und die Sauna vor unnötiger Feuchtigkeit zu schützen.
4. Holzofen oder Elektroofen?
Diese Entscheidung hängt vor allem davon ab, wie du deine Sauna nutzen möchtest.
Ein Elektroofen ist praktisch und komfortabel. Temperatur einstellen, einschalten und aufheizen lassen – besonders wenn du spontan nach Feierabend saunieren möchtest, ist das angenehm. Je nach Steuerung kannst du sogar Timer- oder App-Funktionen nutzen.
Ein Holzofen ist dagegen interessant für alle, die das Anheizen und das Feuer als Teil des Saunaerlebnisses sehen.
Da es beim Holzofen zusätzliche Voraussetzungen zu beachten gibt, solltest du die Planung frühzeitig mit dem zuständigen Schornsteinfeger abstimmen.
👉 Du bist noch unsicher, welcher Ofen besser zu dir passt?
In unserem Beitrag Holzofen oder Elektroofen – welcher Saunaofen passt zu dir? vergleichen wir beide Varianten ausführlicher.
5. Was braucht die Sauna rundherum?
Eine Gartensauna besteht nicht nur aus der Saunakabine. Überlege deshalb auch, was du nach dem Saunagang machen möchtest.
Eine Gartendusche direkt neben der Sauna ist beispielsweise praktisch, um dich schnell abzukühlen. Wer mehr Platz hat, kann den Bereich mit einem Tauchbecken oder Whirlpool ergänzen.
Auch eine kleine Sitz- oder Liegefläche kann sinnvoll sein. So entsteht nach und nach dein eigener Wellnessbereich im Garten.

6. Was solltest du vor der Bestellung klären?
- Bevor du deine Gartensauna bestellst, lohnt sich eine kleine Checkliste:
- Passt die Sauna an den gewünschten Standort?
- Sind die notwendigen Abstände und örtlichen Vorgaben geklärt?
- Ist ein geeigneter Untergrund vorhanden?
- Welche Holzart passt zu deinen Vorstellungen?
- Soll es ein Holzofen oder Elektroofen werden?
- Ist die notwendige Stromversorgung vorhanden?
- Wo kannst du dich nach dem Saunagang abkühlen?
- Ist ausreichend Privatsphäre vorhanden?
- Wenn diese Fragen geklärt sind, kannst du viel entspannter an die eigentliche Auswahl gehen.
Fazit
Eine Gartensauna sollte nicht nur gut aussehen, sondern zu deinem Garten und zu deinem Alltag passen. Der richtige Standort, ein geeigneter Untergrund, die passende Größe und die Wahl des Holzes sind wichtige Grundlagen für eine langfristig gute Entscheidung.
Und auch bei den technischen Punkten lohnt sich eine frühzeitige Planung. Besonders bei einem Holzofen solltest du den zuständigen Schornsteinfeger rechtzeitig einbeziehen.
Nimm dir deshalb vor dem Kauf etwas Zeit für die Planung. Dann wird aus einer Sauna im Garten nicht einfach nur ein weiteres Gartenhaus, sondern dein ganz persönlicher Ort zum Abschalten.