Warum kommt mein elektrischer Saunaofen nicht auf Temperatur? Die 6 häufigsten Ursachen

Wenn der Saunaofen nicht richtig aufheizt, ist der Frust schnell groß – vor allem, wenn man sich auf ein entspannendes Saunaerlebnis gefreut hat. Doch woran liegt es, wenn ein elektrischer Saunaofen nicht die gewünschte Temperatur erreicht? Hier erklären wir die sechs häufigsten Ursachen – von technischer Fehlplanung bis zu einfachen Messfehlern.

1. Falsche Ofenleistung – der Klassiker

Ein häufiger Fehler liegt schon in der Auswahl des Ofens: Die Leistung passt nicht zur Raumgröße. Ist der Ofen zu schwach für das Saunavolumen, schafft er es schlicht nicht, die nötige Temperatur zu erzeugen – egal wie lange er läuft. Faustregel: Pro Kubikmeter Saunavolumen werden etwa 1 kW Heizleistung benötigt. Bei schlecht gedämmten Wänden (z. B. Glasfronten oder Massivholz) muss sogar noch etwas mehr einkalkuliert werden.

2. Saunasteine falsch geschichtet – Luftzirkulation gestört

Die richtige Schichtung der Saunasteine hat mehr Einfluss auf die Heizleistung, als viele denken. Werden die Steine zu dicht gepackt oder gestapelt, kann die heiße Luft nicht gut zirkulieren. Die Folge: Der Ofen heizt, aber die Wärme verteilt sich schlecht im Raum. Achte darauf, die Steine locker zu schichten und regelmäßig auf Risse zu prüfen – beschädigte Steine behindern ebenfalls die Luftzirkulation.

3. Temperaturfühler – Messen am falschen Ort

Ein häufiger Grund für vermeintlich „zu geringe“ Temperaturen ist eine falsche Platzierung des Temperaturfühlers. Hier einige typische Fehlerquellen:

  • Fühler hängt zu weit oben: In der Sauna steigt die warme Luft nach oben – oben ist es also deutlich heißer als im Sitzbereich. Wird die Temperatur dort gemessen, zeigt die Steuerung fälschlicherweise „zu warm“ an und schaltet den Ofen früher ab.

  • Hitzestau an der Wand oder in der Ecke: Hängt der Temperaturfühler ungünstig, z. B. in einer Ecke oder direkt über dem Ofen, kann es durch Hitzestau zu einer zu hohen Messung kommen.

  • Kein zweiter Sicherheitssensor: Bei vielen modernen Anlagen gibt es einen zweiten Fühler für die Steuerungselektronik – ist dieser zu heiß (z. B. durch ungünstige Platzierung), schaltet die Anlage zur Sicherheit ab, obwohl es im Raum noch gar nicht heiß genug ist.

  • Veralteter oder defekter Fühler: Ein Fühler, der nicht mehr korrekt arbeitet, kann falsche Werte liefern. Eine Kalibrierung oder ein Austausch schafft hier Abhilfe.

4. Ungenaues Thermometer – es ist wärmer als du denkst

Nicht immer liegt das Problem beim Ofen – manchmal misst einfach das Thermometer falsch. Vor allem günstige analoge Modelle sind oft nicht geeicht oder schlecht positioniert. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte ein hochwertiges, idealerweise digitales Thermometer verwenden – und dieses im mittleren Saunabereich auf Sitzhöhe anbringen.

5. Integrierte Steuerung überhitzt – der Ofen schaltet zu früh ab

Viele moderne Saunaöfen mit integrierter Steuerung verfügen über einen Überhitzungsschutz. Wird es im Technikgehäuse des Ofens zu heiß (z. B. wegen schlechter Belüftung oder verdeckter Lüftungsschlitze), schaltet sich das Gerät automatisch ab – auch wenn die Raumtemperatur noch nicht erreicht ist. In diesem Fall sollte die Luftzufuhr geprüft oder ein Modell mit externer Steuerung gewählt werden.

6. Technische Probleme – Starkstrom, Kabel & Co.

Ein Saunaofen benötigt eine stabile Starkstromversorgung. Typische technische Ursachen für unzureichende Heizleistung sind:

  • Spannungsverlust auf dem Weg zum Ofen – z. B. durch zu lange oder zu dünne Zuleitungen.

  • Eine Phase fehlt oder ist defekt – ein dreiphasiger Anschluss kann nicht richtig arbeiten, wenn eine Phase ausfällt.

  • Heizstab defekt – wenn nur ein Heizstab (von meist drei) ausgefallen ist, läuft der Ofen zwar, erreicht aber nicht mehr die volle Leistung.

Ein Elektriker kann hier schnell prüfen, ob alle Phasen ankommen und ob der Ofen die volle Leistung aufnimmt.


Fazit: Wenn dein elektrischer Saunaofen nicht auf Temperatur kommt, muss das nicht gleich bedeuten, dass er defekt ist. Oft sind es kleine Details – wie ein falsch platzierter Temperaturfühler oder zu eng geschichtete Steine – die große Wirkung zeigen. Wer systematisch nach den oben genannten Punkten vorgeht, kommt der Ursache meist schnell auf die Spur – und dem nächsten Saunagang steht nichts mehr im Weg.