Das beste Saunaholz: Thermoholz oder Fichte?

Das beste Saunaholz: Thermoholz oder Fichte?

Das beste Saunaholz: Thermoholz oder Fichte?

 

Jedes Saunaholz hat seine Unterschiede und auch Vor- und Nachteile. Vielleicht ist es der angenehme Geruch, das beste Thermoempfinden und auch der Preis, der Ihnen wichtig ist. Und wie sieht es mit der Nachhaltigkeit aus? Nordische Fichte hat Tradition, das Thermoholz ist dazu im Verhältnis relativ neu. Hier wollen wir die verschiedenen Eigenschaften von Thermoholz und Fichtenholz beleuchten. Ob für den Selbstbau oder als Bausatz: Das beste Saunaholz für Ihre Sauna.

 

Was ist Saunaholz?

Im Gegensatz zu dem Holz für den Saunaofen wird das Saunaholz definitionsgemäß für den Bau der Sauna verwendet. Dies meint den gesamten Innenausbau, Wände, Decke und auch den Boden. Hier schon werden gewisse Eigenschaften vorausgesetzt. Formstabil muss das Holz sein, harzarm und Hitze weniger gut annehmen – damit man noch darauf sitzen kann. Es sollte robust sein und auch den Temperaturunterschieden gelassen gegenüberstehen.

 

Ist Saunaholz nachhaltig?

Wer seine Sauna plant und baut, geht von vielen Jahren Saunafreuden aus. Zu Recht. Der Saunaofen muss qualitativ hochwertig sein und bei entsprechender Pflege einige Jahre halten. Selbiges gilt für den Innenausbau. Dennoch: Holz muss her. Ein zügig nachwachsender Rohstoff ist hierbei den Hölzern aus den Tropen damit in der Regel vorzuziehen. Weiterer Pluspunkt: Weder das Saunaholz Fichte noch das Thermoholz müssen chemisch behandelt werden.

 

Ein wunderbares Naturprodukt: Saunaholz Fichte

Die Fichte ist nicht nur ein im Verhältnis rasch nachwachsender Rohstoff, ihr Holz ist zudem ausgesprochen gut als Saunaholz geeignet. Die nordische Fichte – so wird die traditionelle Fichte für die Sauna genannt – verfügt über wunderbar helles Holz, mit den kleinen Astlöchern und zauberhaften Mustern ist sie außerdem eine regelrechte Augenweide. In der Struktur ist die Fichte feinporig. Und damit hat das Fichtenholz eine hohe Dichte.

 

Nice to know: Nicht nur skandinavische Fichte kann als Saunaholz genutzt werden – auch unsere heimische Fichte ist bestens für die Sauna geeignet.

 

Saunaholz im Innenbereich wird in den meisten Fällen naturbelassen verbaut. Denn alles, was auf das Holz aufgetragen wird, kann bei großer Hitze auch wieder verdampfen – und damit der Gesundheit schaden. Fichte im Außenbereich der Sauna hingegen muss zwingend imprägniert werden. Sonst bleiben die Saunaaußenwände nicht lange erhalten. Hier stehen allerdings auch umwelt- und gesundheitsfreundliche Mittel zur Verfügung.

 

Nice to know: Wie Sie weichen Saunadampf erhalten, haben wir Ihnen hier zusammengefasst. Nur durch das richtige Schichten der Saunasteine wird eine traditionelle Saunaerfahrung möglich.

 

 

Hinweis zur Fichtenholz-Qualität: Wählen Sie, wenn möglich, Fichtenholz, welches hochwertig bearbeitet wurde. Fichtenholz niederer Qualität kann unter Umständen splittern, die Ecken sollten abgerundet sein und das Fichtenholz für die Sauna sollte nicht zu viel Harz aufweisen.

 

Vor- und Nachteile

Fichte als Saunaholz ist ausgesprochen beliebt und im Verhältnis preiswert und auch nachhaltig. Zusammenfassend können folgende Kriterien für das Saunaholz Fichte zusammengefasst werden:

 

Vorteile Saunaholz Fichte

✔ Im Verhältnis günstig

✔ Kann leicht verbaut werden

✔ Ein hervorragendes Thermoempfinden

✔ Pflegeleicht

✔ Hell und freundlich

✔ Verströmt urigen Fichtenduft (Saunaduft)

✔ Fichte aus heimischen Wäldern ist besonders nachhaltig

 

Nachteile Saunaholz Fichte

✘ Kann zum Harzen neigen

✘ Außenbereiche müssen imprägniert werden

✘ Der Innenbereich kann bei starker Verschmutzung nur abgeschliffen werden

 

Ein besonderes Verfahren: Saunaholz Thermoholz

Seit ungefähr 1990 wird Thermoholz in immer mehr Bereichen verbaut. Im Garten ebenso wie auf einer Terrasse und auch in einer Sauna. Thermoholz (TMT) wird allein durch Wärme und ohne chemische Inhaltsstoffe hergestellt. Am Ende dieses Verfahrens hält man ein heimisches Holz in den Händen, welches mit den Eigenschaften der härtesten und haltbaren Tropenhölzern mithalten kann.

 

Um Thermoholz entstehen zu lassen, wird das Holz zunächst auf 0 % Feuchtigkeit getrocknet. Danach wird das Holz bis zu 48 Stunden unter Sauerstoffmangel auf bis zu 250 Grad erhitzt. Ist das Holz komplett trocken und „gebacken“, haben Pilze, Bakterien und andere Verunreinigungen keine Chance mehr. Das Holz hat jetzt nicht nur andere, haltbare Eigenschaften, es hat sich optisch ebenfalls stark verändert und ähnelt daher eher Tropenholz.

 

Nice to know: Thermoholz lässt sich aus allen unseren heimischen Hölzern herstellen. Eiche, Buche, Fichte, Pappel, Esche, Kiefer und Espe sind sehr beliebt.

 

Durch diese thermische Modifizierung tritt Feuchtigkeit komplett aus dem Holz aus, es entsteht Essigsäure, die Zuckermoleküle im Holz karamellisieren (dadurch verfärbt es sich) und Hemicellulose sowie Lignin werden partiell abgebaut. Jetzt kann das Holz sehr viel weniger Feuchtigkeit aufnehmen, besitzt keinen Nährboden für Mikroorganismen mehr und Spannungsrisse als auch Verzug tritt weitaus weniger auf.

 

Vor- und Nachteile

Thermoholz ist in der Herstellung natürlich mit Energieaufwand verbunden, ist aber durch die Prozedur weitaus langlebiger:

 

Vorteile Thermoholz

✔ Extrem Widerstandsfähig

✔ Im Innen- als auch im Außenbereich geeignet

✔ Ein interessanter Look

✔ Eine Zersetzung kann fast nicht mehr stattfinden

✔ Längere Lebensdauer, gerade im Freien

✔ Verfahren kommt ohne Chemikalien aus

✔ Durch seine Härte ein ausgezeichnetes Verzugs- und Spannungsverhalten

 

Nachteile Thermoholz

✘ Weniger mechanisch belastbar, da härter

✘ Unbeständig gegen UV-Strahlung

✘ Energieaufwendiges Verfahren

 

Auf einen Blick: Unterschiede Saunaholz Fichte Thermoholz

 

Saunaholz Fichte

Thermoholz

 

 

Unbehandeltes Naturprodukt

Thermisches Verfahren

Eher günstig

Höhere Kosten

Eher anschmiegsam

Kann aufgrund Härte leicht splittern

Duftet nach Harz

Geruchsfrei

Hell

Dunkel / urig

Bei guter Pflege Langlebig

Äußerst Widerstandsfähig

Pflegeleicht

Pflegeleicht

Kann gut selbst verarbeitet werden

Splittert beim Schneiden eher

Holz aus eigenen Wäldern möglich

Holz aus eigenen Wäldern möglich

 

 

Fazit

Eine Sauna muss Gemütlichkeit ausstrahlen und Sie dürfen sich besonders wohlfühlen. Ob Sie sich für Saunaholz Fichte oder für Thermoholz entscheiden, obliegt ganz Ihrem persönlichen Geschmack. Das Thermoholz benötigt zwar mehr Energie, damit es seine Widerstandkraft erreicht, dafür hält es ebenso lange wie Tropenhölzer. Das ist damit nachhaltiger. Die Fichte Natur hingegen lässt sich auch hervorragend selbst verarbeiten. Denken Sie nur daran, dass Fichte im Außenbereich imprägniert werden muss.

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